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Some intermediate thoughts on … FlashForward

Ok, der Beitrag ist auf deutsch, aber um den Titel kam ich auf englisch einfach nicht herum. Verständlich, oder?

Diese Saison sind ein paar ganz nette, neue TV-Shows gestartet: Community ist ansehbar, Eastwick ist kurzweilig, Glee sogar erstaunlich gut; Cougartown ist eigentlich ziemlich albern und fremdschämerig, aber dann doch auch wieder ansehbar.
Aber eine Show stiehlt allen anderen die Schau: FlashForward. Gepriesen, als die Nachfolgeshow für alle Lost-Nerds, als das große Ding 2009, kann die Show bisher all das halten – so finde ich. Großartig ist sie.

Warum? (Und das ist die Existenzberechtigung dieses Eintrags)

Sie schafft es bei handwerklicher Brillanz eine Vielzahl Genres spannend zu bedienen.

Teil 1 der These: Die handwerkliche Brillanz
Die Bilder und Shots sind kinoreif. Es sieht toll aus und ist stimmig arrangiert. In der Pilotepisode gibt’s viele tolle und weitläufige Bilder von der zerstörten Stadt. Aber mit tollen Kameraeinstellungen hört’s nicht auf. Habt ihr das Intro von letzter, vierter Episode gesehen? Eine der besten Zusammenspiele von Musik und Bild, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Und dazu die Kamerafahrt. Wow!
Über diese offensichtlicher, großen Kameradinger hinweg stimmt aber auch bei unauffälligen Details das Arrangement in der Serie (Continuity usw.).

Teil 2 der These: Vielzahl Genres
Offensichtlich ist FlashForward ein Science-Fiction. Ganz klar; in welchem anderen Genre sollten sonst Blicke in die Zukunft möglich sein? (Gut, zumindest schreibt man diese Eigenschaft intuitiv dem Sci-Fi zu; stimmt hier wegen der Abwesenheit von »Science« nicht ganz…)
Science-Fiction also? Quark. Soviel mehr.
Drama (klar, Drama ist immer), Detective-Krimi / Thriller, Krankenhausserie, Liebesstory, Mystery, Familienserie (ok, das ist etwas weit hergeholt).
All die und bestimmt noch mehr Genres spielen (siehe Punkt 1) wunderbar Hand in Hand und machen die Serie interessant für eine breite Anzahl von Leuten.

Teil 3 der These: Spannend
Die Ausgangssituation der Serie ist hervorragend. Ein Geniestreich. Wir starten mit einem riesigen Mysterium, das in der Zukunft, an einem definierten Datum (hier hat man aus den Lost-Fehlern gelernt) stattfinden wird. Charakterzentriert entwickeln wir uns im Laufe der Show ganz automatisch wegen der Realzeitsynchronisation dort hin, lösen kleine Fälle-des-Tages und wenn wir denken, das war’s, das war ja ganz nett, dann hauen die Storyautoren einen dicken Cliffhanger am Ende einer Episode heraus, der so ziemlich alles bisherige in Frage / in ein neues Licht stellt.
Wow. Komplex und spannend und eigentlich doch ganz klar zugleich.

Wenn FlashForward auch nach den ersten Episoden diese Frequenz und die Spannung halten kann (nach vier handwerklich guten Episoden mach ich mir um diesen Punkt 1 keine Sorgen), dann hat Lost in der ersten Staffel FlashForward tatsächlich eine Art vorgängigen Nachfolger gefunden.

Hoffen wirs.

(Bisher umschifft FlashForward die Zeitparadoxien übrigens ganz gut. Hoffentlich bleibt auch das so…)